Ärztinnen
Seit mehr als 30 Jahren studieren kontinuierlich mehr Frauen als Männer Medizin, aber immer noch sind wir Ärztinnen speziellen Problemen in einem patriarchal geprägten System ausgesetzt. Die Ursachen dafür sind vielfältig und liegen oft in der geschlechtsbezogenen und stereotypischen Beschreibung unserer Rolle als Frauen: Die Doppelbelastung Familie/Beruf, die Sich-Kümmernde, aber auch geringere Anerkennung unserer Kompetenzen durch Vorgesetzte und Patient:innen, die generell schlechtere Sichtbarkeit von Frauen in der Medizin, die fehlende Teilhabe an (in der Regel) männlichen Karrierenetzwerken und vieles mehr. Wir als Ärztinnen möchten uns auf unsere Art und Weise austauschen, gegenseitig kennenlernen und interdisziplinäre, aber auch intersektorale Netzwerke in unserer Region bilden. Dies betrifft fachliche Themen, aber auch die Herausforderungen unserer Arbeitswelt. Wir wollen uns gegenseitig Mut machen und unterstützen, uns für innovative Ideen der anderen öffnen oder uns über Neuigkeiten im stationären und niedergelassenen System austauschen. Unsere Idee ist es, die Herausforderungen des Gesundheitswesens und im Speziellen unsere Herausforderungen als Frauen in diesem System durch kooperative Zusammenarbeit statt Konkurrenzkampf zu erleichtern, ganz praktische Synergien zu ermöglichen und damit eine bessere Medizin für uns und unsere Patient:innen zu schaffen.
Ulrike Kopp
Weiteres Vorstandsmitglied
Fachrichtung und Position: Fachärztin für HNO-Heilkunde im MVZ POLYMED Chemnitz
»Die Vernetzung mit Kolleginnen, die einen direkten Austausch auf kurzem Wege, gegenseitige Beratung, Lernen und Inspiration im kollegialen Umgang auf Augenhöhe ermöglicht, ist mir wichtig. Besonders interessieren mich Inhalte der geschlechtersensiblen Medizin.«